3. Meisterkonzert 2015/16

17.01.2016 (18:00)
Erich Göpfert Stadthalle Unna

Mariani-Klavierquartett (Berlin)

Gerhard Vielhaber, Klavier
Philipp Bohnen, Violine
Barbara Buntrock, Viola
Peter Philipp Staemmler, Violoncello
mit Alexandra Hengstebeck, Kontrabass

Robert Schumann (1810-1856), Klavierquartett Es-Dur, op. 47; Franz Schubert (1797-1828), Klavierquintett A-Dur, D 667 („Forellenquintett“)

Die Kritik spricht von „Esprit und Leidenschaft“, von „Lebendigkeit und Spielfreude“ und von „Herzblut in schier jeder Note“. Die Mitglieder des Mariani Klavierquartetts sind alle mit vielen Preisen mehrfach ausgezeichnete Musiker. Während des Studiums in Berlin hat die Liebe zur Kammermusik die vier jungen Musiker zusammengeführt. Das erste gemeinsame Konzert führte zur Entscheidung, die Ensemblearbeit fortzusetzen. 2009 entstand dann das Mariani Klavierquartett. Große Aufmerksamkeit erzielte das Quartett beim Deutschen Musikwettbewerb 2011. Nachdem die einzelnen Mitglieder des Ensembles hier schon als Solisten in den Jahren zuvor erfolgreich waren, wurde nun auch das Klavierquartett mit einem Stipendium ausgezeichnet. Mit Konzerten u.a. bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und der Berliner Philharmonie gewannen sich die jungen Musiker ein größeres Publikum. Die Debut-CD mit Werken von Martinu, Bridge und Schumann bekam ausgezeichnete Besprechungen. Die Kritik befindet: „Sie sind noch jung, aber musizieren schon mit meisterlicher Reife.“

Das Klavierquartett Es-Dur op.47 von Robert Schumann, das auch Bestandteil der hochgelobten Debut-CD der Musiker ist, entstand im Jahre 1842. Dieses Jahr wird gern als das Jahr der Kammermusik für Schumann bezeichnet. Nachdem sich der Komponist intensiv mit den Quartetten von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn auseinandergesetzt hatte, schrieb er das Klavierquartett Es-Dur. Er selbst vermerkte, dass das Werk nach „furchtbar schlaflosen Nächten“ entstand.

Als zweites Werk des Abends erklingt das Klavierquintett A-Dur D667 von Franz Schubert, das sogenannte „Forellenquintett“. Das Quintett ist eines der heitersten Stücke Schuberts und zugleich auch eines seiner bekanntesten Kammermusikwerke. Er komponierte es auf Wunsch des Musikmäzens Silvester Paumgartner, der sich auch das Lied von der Forelle als Hauptmelodie wünschte. Im 4. Satz fügt Schubert den Variationssatz über das „Forellenthema“ ein.

Ergänzt wird das Quartett in diesem Werk mit dem Kontrabass, der sowohl das Fundament als auch rhythmische Akzente setzt. Er wird gespielt von der in Frankfurt geborenen Alexandra Hengstebeck. Sie war Stipendiatin der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker und spielte unter Simon Rattle und Daniel Barenboim. Seit 2012 ist sie Mitglied des Orchesters der Bayrischen Staatsoper München.

Zurück